Ein möglicherweise wegweisendes Urteil fällte das Landgericht Hildesheim. Die Richter gaben in erster Instanz einem Skoda-Fahrer Recht, der seinen manipulierten Pkw für den Neupreis zurückgeben will.

Wie „ntv.de“ berichtet, verurteilte das Hildesheimer Landgericht den Autobauer wegen “sittenwidriger vorsätzlicher Schädigung” zur Rückzahlung des Neupreises an einen vom Dieselskandal betroffenen Skoda-Kunden. Die entsprechende Software zur Abgaswertsenkung sei eine “gesetzeswidrige Manipulation der Motorsteuerung, die gegen europäische Vorgaben zur Typgenehmigung bei Kraftfahrzeugen verstößt”.

Dem Beklagten VW steht der Gang in die Berufung offen, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Hunderte Zivilverfahren mit ähnlichem Sachverhalt werden derzeit bundesweit an Landgerichten durchgeführt. In schon beendeten Verfahren entschieden Richter uneinheitlich. Entscheidungen höherer Instanzen gibt es noch nicht.