In gleich fünf Berufungsverfahren äußerte sich das Oberlandesgericht München zur Beweislastfrage im VW Abgas-Skandal. Die Beweislast sieht das Gericht beim Händler und entlastet somit die Fahrzeugkäufer.

Der Händler muss demnach nachweisen, dass das Software-Update geeignet ist, den Mangel bezüglich der Abgaswerte zu beseitigen. Darüber hinaus verlangt das Gericht auch einen Nachweis darüber, dass das Update keine Folgemängel nach sich zieht. Es dürfen also keine negativen Folgen für Motorleistung, Verschleiß oder Verbrauch erkennbar sein.

Misslingt dem Händler dieser Beweis, kann er sich im Prozess nicht darauf berufen, dass der Rücktritt, die Minderung oder die Neulieferung aufgrund des Software-Updates als Mängelbeseitigung nicht berechtigt sei. Lässt sich die Frage nicht eindeutig klären, so geht auch dies zu Lasten des Händlers.