Am Oberlandesgericht Braunschweig sind 1.955 Anmeldungen mit Forderungen in Höhe von rund 350 Mio. Euro eingegangen. Weitere Anmeldungen von VW-Aktionären sind aufgrund des Fristablaufs nicht mehr möglich. Die Anmeldungen dienten dazu, die Verjährung der Ansprüche bis zum Abschluss des Musterverfahrens zu verhindern, sie hätten also nichts mit den erhobenen Klagen zu tun.  Musterklägerin ist Deka, die weiteren Kläger sind als Beigeladene am Verfahren beteiligt.

VW wird vorgeworfen, zu spät aufgeklärt und informiert zu haben. Viele Anleger erlitten Verluste dadurch, dass der Aktienkurs nach Bekanntgabe der gefälschten Werte fiel. Diese Verluste wollen sie sich nun durch das Musterverfahren ersetzen lassen. Eine solche Bündelung der Verfahren ist nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz möglich.   Zentrale Rechtsfragen der Fälle werden so vorab von der nächsthöheren Instanz entschieden.

Die mündlichen Verhandlungen beginnen am 9. April 2018.